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Pay-Day

An der georgisch-türkischen Grenze kamen einige Probleme zusammen.
Wir konnten nur sehr langsam fahren, weil die Vermutung nahelag, daß das Differenzial-Getriebe defekt war.
Nun, immerhin schafften wir es, nachdem ich Basti mittags darauf aufmerksam gemacht hatte, daß er nicht angeschnallt war. Ungefähr 10 Minuten nach seinem "Ja, ich weiß!" hielt uns ein Verkehrspolizist an, der ihm ein Ticket über 40GEL, für's 'nicht-angeschnallt-sein' ausstellte, das er dann an der Grenze bezahlen konnte, zu der wir uns langsam schleppten. Das Auto konnten wir am Besten in der Stadt Hopa, in der Türkei, reparieren lassen, da es in Georgien kaum Ersatzteile für diesen Wagen gibt.
Basti zahlte die 40Lari Gebühr. Der Grenzbeamte stellte aber eine weitere "Übertretung" fest. Es ist so, daß Personen sich 360Tage in Georgien aufhalten dürfen - das Auto allerdings nur 90Tage! (Ja, so haben wir auch geguckt. 😂 ) So mußten wir für einige Tage nachbezahlen, etwa 250Lari (50Lari/Tag). Mit Kreditkarte konnte allerdings nicht gezahlt werden. Eine Tankstelle, etwas entfernt, konnte aber Bargeld auszahlen. Um Zeit zu sparen, wäre es mit dem Longboard kein Problem gewesen, wenn es nicht bereits dunkel und die Straßen in Georgien in besserem Zustand gewesen wären. So aber verletzte sich mein Liebster, bei einem schweren Sturz auf dem Rückweg, nachdem er für das Abheben des Geldes noch eine Gebühr von 10Lari bezahlen mußte!
Er ließ die Wunden von einem Grenzbeamten grob versorgen, damit es weitergehen konnte. Doch die Versicherung für das Auto, die wir bei der Einreise abgeschlossen hatten, war dann auch noch abgelaufen. Nachdem wir also die letzten 100Lari; georgische Währung; bezahlt hatten, konnten wir dann weiter und bekamen mit einer anderen Versicherung beim türkischen Grenzposten Schwierigkeiten, weil Basti sie nur digital zur Verfügung hatte. Da es schon spät und alles geschlossen war, konnte mein Mann auch nicht ausdrucken, was gebraucht wurde.
Der türkische Grenzbeamte tippte also das Wichtigste in seinen Computer und wir konnten endlich in die Türkei einreisen, wo wir zuerst einen Schlafplatz suchten, um später ausgeruht nach Hopa zu fahren. 

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