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Gehet nicht zum Geier, wenn Ihr nicht gerade reiche Touris seid!

Es ist zwar nicht die feine Art, schlecht über einen Menschen zu sprechen. Dennoch kommt es vor, daß man jemandem begegnet, der so überhaupt nichts Gutes von sich zeigen kann, daß es nicht möglich ist, als dann nur dieses Ungute über jemanden zu berichten.  Mhamed total lieb! Seine Frau, der totale Geier!  Fragte am nächsten Morgen direkt nach Geld! Natürlich erst, als ich alleine vom morgendlichen Toilettengang kam. Sie machte die internationale Geste für Geld, mit den Fingern. Ich zeigte auf meinen Mann, daß ich ihm Bescheid gebe.  Zunächst dachte niemand, daß es tatsächlich ihre Frage war. Ihr Mann gab uns zu verstehen, daß seine Frau nun Feuer, für Kaffee entfachen möchte.  So zweifelte ich selbst ein wenig, ob ich diese Geste vielleicht falsch verstanden hätte.  Doch sie fragte noch einmal und diesmal bemerkte Basti auch diese Geste. Er wurde ärgerlich darüber. Sie soll uns nicht mehr danach fragen. Basti erklärte, daß wir Reisende s...

Wenn der Gast nicht zur Dusche kommt, kommt die Dusche zum Gast

Als wir ein paar Tage in der Nähe von AL Hadadcha waren, sahen wir nur hin und wieder eine kleine Schafherde vorbeiziehen. Von Weitem sahen wir öfters einen LKW fahren. Aber, sonst blieb alles ruhig und wir unter uns. Nach etwa einer Woche kam ein Mann zu uns, der spanisch sprach und uns erklärte, es sei sein Land und es ist sehr schön ruhig hier. Basti fragte ihn, ob wir bei ihm duschen könnten und er sagte, dass er uns am nächsten Tag holen würde, weil es, für diesen Abend, schon zu spät dafür war.  Am nächsten Morgen hatten wir unser Auto schon umgeräumt, da wir auch schon fahren wollten, als Basti nochmal nach dem Öl schauen wollte. Während er am Auto hantierte, kam der Mann mit seiner Frau zu uns. Er erklärte, er hätte alles dabei und auch erwärmtes Wasser mitgebracht, weil seine Dusche kaputt gegangen ist. So brachte er uns alles. Wir beeilten uns, uns hinter dem Auto so rasch, wie möglich, zu säubern. Das Wasser war doch etwas frisch, so dass Basti si...

Ein etwas anderer Silvesterabend (Wollen Karnickelzunge?)

Eigentlich wollten wir bereits abfahren, als Basti sich nochmal umsah, weil er einen jungen Mann gesehen hatte, den er fragen wollte, wo wir ein Hühnchen bekommen können. Wir wollten es als Silvester - Mahlzeit verzehren und dann weiterfahren. Basti wollte nicht viel feiern, zumal Silvester in Marokko auch nicht unbedingt wie bei uns zelebriert wird.  Das Gespräch dauerte recht lange, sodass mein Mann mich bald rief. Es stellte sich heraus, daß der junge Mann Student ist und auch englisch spricht. Irgendwann kam sein Freund auf einem Moped dazu und Basti fragte erneut nach einem Huhn. Das würde man allerdings nur in der nächstgrößeren Stadt bekommen.  Der Freund hätte aber einige Kaninchen. Wir einigten uns auf einen Preis, für ein großes Tier und luden die beiden dazu ein. Als sie zurückkehrten, stellte ich, etwas erschrocken, fest, daß das Karnickel noch lebte! Doch sie sagten, dass sie es schlachten und zubereiten können, da sie es schon gemacht hatten.  ...

"Hotel Garaj"

Inmitten der Türkei hatten wir sowohl Kontakt zu unseren Freunden in Aksaray, als auch in Karapinar und waren daher unschlüssig, wo wir zuerst hinfahren sollten. Unsere Freunde in Aksaray hatten zwar einen Trauerfall innerhalb ihrer Familie, wollten sich aber ein freudiges Wiedersehen nicht nehmen lassen.  An einer roten Ampel einer großen Kreuzung hörten wir, hinter uns, die Sirenen einer Ambulanz. Viele der Autos machten schnellstmöglich Platz, um den Wagen vorbei zu lassen. Wir fuhren dabei sehr langsam hinter einem LKW her, während mir auffiel, daß es immer enger wurde. Dann flog der Seitenspiegel plötzlich in meine Richtung am Beifahrer - Fenster, dessen Scheibe heruntergekurbelt war, prallte aber ab und flog durch die Luft! Mehr war, für mich, zunächst, nicht zu erkennen und außer, daß ich mich erschreckte, war mir nichts weiter passiert!  Basti stieg schnell aus, um mit Hilfe des LKW-Fahrers die Polizei zu alarmieren, die rasch eintraf.  Wie sich heraus...

Ein blinder Passagier

Nachdem wir am Stausee in Georgien das kleine Tier in unserem Auto nicht "loswurden" und es auch zu schnell war, um überhaupt gesehen zu werden, hörte Basti es nachts. Manchmal war es auch tagsüber leise zu hören.  In der Türkei angekommen, war es immer noch da und wir bemerkten, daß das kleine Wesen altes Brot anknabberte. Mein Liebster sah oft im Regal nach, sobald er etwas hörte und bald sah er nicht nur einen flinken Schatten vorbeihuschen, sondern sah das Tierchen, das etwas mutiger geworden war. Es war eine kleine Maus! Basti besorgte daraufhin ein paar Mausefallen, die er mit Rosinen bestückte.  Nach einigen Tagen war nichts mehr zu hören, sodaß ich eine Kiste aus dem Regal entfernte, um nachzusehen. Eine ausgelöste Mausefalle wurde sichtbar. Ein rascher Genickbruch hatte das Tier schmerzlos getötet. Wir begruben das Tierchen und zogen weiter.

Pay-Day

An der georgisch-türkischen Grenze kamen einige Probleme zusammen. Wir konnten nur sehr langsam fahren, weil die Vermutung nahelag, daß das Differenzial-Getriebe defekt war. Nun, immerhin schafften wir es, nachdem ich Basti mittags darauf aufmerksam gemacht hatte, daß er nicht angeschnallt war. Ungefähr 10 Minuten nach seinem "Ja, ich weiß!" hielt uns ein Verkehrspolizist an, der ihm ein Ticket über 40GEL, für's 'nicht-angeschnallt-sein' ausstellte, das er dann an der Grenze bezahlen konnte, zu der wir uns langsam schleppten. Das Auto konnten wir am Besten in der Stadt Hopa, in der Türkei, reparieren lassen, da es in Georgien kaum Ersatzteile für diesen Wagen gibt. Basti zahlte die 40Lari Gebühr. Der Grenzbeamte stellte aber eine weitere "Übertretung" fest. Es ist so, daß Personen sich 360Tage in Georgien aufhalten dürfen - das Auto allerdings nur 90Tage! (Ja, so haben wir auch geguckt. 😂 ) So mußten wir für einige Tage nachbezahlen, etwa 250Lari (50Lar...

Sommer, Sonne, Strand und.... Stausee (Teil II)

Neue Begegnungen  Nach einer Sightseeing - Tour fuhren wir in den nächsten Ort, um Nahrungs- und Wasservorräte aufzufüllen. Basti machte den Vorschlag, danach nochmals zum See zu fahren, was ich sehr begrüßte. Bei unserer Ankunft waren 2 ältere Männer zum Angeln vor Ort, die uns an der bekannten Stelle "parken" ließen. Am liebsten wäre ich ins Wasser gehüpft, doch die beiden waren gerade mit den Vorbereitungen fertig und warfen bereits ihre Angeln aus. Da ich aber weder die Fische verjagen, noch micin einer Angelschnur oder einem -haken, blieb ich an Land.  Im Laufe des Abends füllte sich der Ort allmählich, als einige junge Männer kamen, um ebenfalls zu angeln und auch am Lagerfeuer zu sitzen und zu grillen. Sie luden uns ein, den Abend mit ihnen zu verbringen. Ich kochte Spaghetti und, um etwas beizusteuern; wir tranken georgischen Wein, hörten Musik und hatten einen tollen Abend! ☺️ Frisch gefangene und gekochte Garnelen konnte ich allerdings nur no...